Mondovì Breo, ein Automat und ein Delfin

Mondovì Breo, die Kirche San Pietro e Paolo

Im Stadtviertel Breo steht die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus auf dem nach ihnen benannten Platz. Die Barockfassade der Kirche ist ein Erkennungsmerkmal Mondovìs, vor allem wegen des 1798 darüber angebrachten Automaten, ein mechanischer Maure, der unter einem Baldachin aus Metall die Stunden schlägt. Er wurde zur Hauptmaske des Städtischen Karnevals, eine seit langem bestehende und berühmte Tradition. Die Kirchenfassade ziert ein Fresko, dass den Heiligen Petrus zeigt, der Simon Magus verjagt. Die monumentale Freitreppe aus Verzino-Marmor aus dem nahegelegenen Ort Frabosa wurde von Giuseppe Quadrone gebaut und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts vervollständigt (während seines Exils machte Papst Pius VII hier Halt). Das Innere der Kirche besteht aus zwei Schiffen mit Seitenkapellen und bewahrt Gemälde und Skulpturen des 17. und 18. Jahrhunderts. Mitten auf dem Platz vor der Kirche (wo einst der Fischmarkt stattfand) steht die kuriose Statue eines Delfins. Sie wurde von Gioacchino Sciolli Ende des 19. Jahrhunderts gemeißelt und aufgestellt, dann aber wieder entfernt. Es hieß, der drohende Ausdruck des Delfins führte zu spontanen Fehlgeburten bei Schwangeren. Dank des Bildhauers Giulio Avagnina, der eine Kopie des verschollenen Originals anfertigte, kehrte der Delfin Ende der 1980er Jahre auf seinen Platz zurück.

Mondovì Breo

Mondovì Breo, der Springbrunnen der Kinder

Foto von sergiounia.com

Wenn man von der Piazza Santi Pietro e Paolo bergab geht und die Piazza Cesare Battisti überquert, auf deren Bänken die Einwohner gerne verweilen, gelangt man ins Zentrum von Breo. Hier treffen der Corso Statuto und die Piazza Ellero aufeinander. Den Hintergrund bildet das ehemalige Bahnhofsgebäude. In der Mitte des Kreisverkehrs befindet sich der Springbrunnen der Kinder, dessen offizieller piemontesischer Name „La gòj d’esse a Mondvì (Die Freude in Mondovì zu sein)“ lautet. Den Ringelreihen schuf der bekannte und von hier stammende Künstler Sergio Unia. Die Kinder werden bei einem freudigen Ringelreihen dargestellt, mitten in den fantasievollen Wasserspielen des Springbrunnens, in einem einzigen großen Tanz der Materie, Wasser und Bronze, fest und flüssig, Mensch und Natur. Für die Einwohner Mondovìs ist dieser Anblick so familiär, dass der Springbrunnen zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

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